Bertalan ÁRKAY
Architekt
(Budapest, 11. April 1901–Budapest, 03. November 1971)
1925 macht er sein Diplom als Architekt an der Technischen Universität in Budapest. 1926 erhält er ein Stipendium an der Pariser Academie des Beaux-Arts. In jener Zeit arbeitet er auch im Büro des Pariser Architekten Thier. Zwischen 1926 und 1927 besucht er die Wiener Akademie der Bildenden Künste und die Meisterschule für Architektur. Zu seinen Professoren gehört unter anderen Peter Behrens. Zwischen 1928 und 1930 wirkt er als Stipendiat an der Ungarischen Akademie in Rom. 1937 wird er Mitglied der Akademie für Literatur und Kunst, 1940 der Architekturabteilung des Landesrates für Kirchenkunst, 1941 des Hauptstädtischen Rates für Gemeinnützige Arbeit. Im Rahmen der Ausstellung des Pariser Salon des Beaux-Arts 1961 gewinnt er mit seinen Gemälden den zweiten Preis. In der Zwischenkriegszeit ist er ein äußerst gefragter Architekt. Er entwirft vor allem Villen, Familien- und Mietshäuser. Seine frühen Villen tragen noch die Merkmale des art deco. Ab den dreißiger Jahren entwirft er jedoch zunehmend Häuser im modernen Stil mit flacher Bedachung. Kirchenhäuser plant er ab 1928. Zunächst gemeinsam mit seinem Vater Aladár Árkay. Nach dem Tod des Vaters alleine. Inspiriert von den Kunstrichtungen des Bauhaus und des italienischen novecento entwirft er die erste moderne Kirche in Budapest (Városmajori templom). Die Errichtung des Gebetshauses sorgt für heftige Diskussionen. In den dreißiger und vierziger Jahren fertigt er mehrere Entwürfe für internationale Ausstellungen sowie die Räume des Nationalen Salons an. Er widmet sich auch der Malerei. Ab 1922 nimmt er regelmäßig an den Ausstellungen der Nationalen Ungarischen Gesellschaft für Bildende Kunst teil. Zwischen 1945 und 1946 lebt er in Mohács, wo er am Wiederaufbau teilnimmt. Ab 1946 entwirft er nicht nur viele Kirchen. Auch gestaltet er etliche Gebetshäuser um. Zwischen 1947 und 1950 leitet er die Wiedererrichtung zahlreicher Villen, Mietshäuser und Kirchen. Ab 1949 wird er Mitglied des Hauptstädtischen Gebäudeplanungsbüros. Bis zu seinem Tod arbeitet er für mehrere Budapester Architekturbüros, vor allem im Auftrag der Hauptstadt und der Kirche. Mit seiner Malerei nimmt er an bedeutenden ausländischen Ausstellungen teil.
(Peter Bognár)