GEDŐ, Ilka

GEDŐ, Ilka
[Dr. Endrené Bíró]
Malerin
(Budapest, 26. Mai 1921–Budapest, 19. Juni 1985)
1939: Freischule von Tibor Gallé; 1939–42: Zögling von Viktor Erdei; 1942–43: Privatschule von István Örkényi Strasser; 1945: Ungarische Hochschule für Bildende Künste (ein halbes Jahr). Von 1950 an zieht sie sich für 15 Jahr zurück. 1965 werden ihre Zeichnungen aus den Jahren 1945–1949 im Rahmen einer Atelier-Schau ausgestellt. Die Auswahl der Werke trifft Endre Bálint. Fortan arbeitet sie wieder regelmäßig. Zwischen 1969 und 1970 arbeitet sie in Paris. Sie stellt zwei Gemälde der Galerie Lambert bei einer kollektiven Schau aus. Während des Krieges hält sie mit linden, sensiblen Bleistiftzeichnungen den Alltag jener Familien fest, die am Rand der Existenz stehen – die Einsamkeit und Ausgeliefertheit von Kindern und alten Menschen. Ab 1945 gehört sie zum Kreis der Europäischen Schule. Ihre lyrischen, surrealistischen Bilder sind viel versprechend, sie ist mit herausragenden Talenten ausgestattet. Der politische Umbruch lässt sie allerdings verstummen. Ab den sechziger Jahren setzt sie in aller Stille und ohne Aufsehen ihr Lebenswerk fort. In Fachkreisen wird man auf sie nur kurz vor ihrem frühen Tod aufmerksam. Ihr Werk ist von einem magischen, psychologisch angehauchten Realismus, mythologischen Verweisen, ineinander übergehenden Formen und einander überlagernden Farben gekennzeichnet. Ihre Bilder, die zum Großteil durch Mischtechnik entstanden sind, weisen unverwechselbare stilistische Merkmale auf.
(Übersetzer: Péter Bognár)

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